Winterreifen im Winter
Die 5 Überzeugensten Gründe für Winterreifen im Winter

1. Bußgeld:
Der Gesetzgeber verlangt seit dem 1. Mai 2006 eine angepasste Bereifung an die Wetterverhältnisse. Wer auf winterlichen Straßen mit Sommerreifen unterwegs ist, muss nach dem 1. Mai 2006 mit einem Bußgeld bis zu 40,- € rechnen.
2. Sicherheit:
185 Tage Winterreifenwetter im Jahr. Nicht nur bei Schnee, sondern auch bei niedrigen Temperaturen, Eis, Regen und Hagel sind Winterreifen die angemessene Bereifung. So sind Sie im Winter immer sicher unterwegs.
3. Sicherheitsprofiltiefe:
Winterreifen haben eine weichere Gummimischung und eine Vielzahl an Lamellen, die sich mit dem Untergrund verzahnen. D.h., sie sind perfekt an die Witterungsverhältnisse der kalten Jahreszeit angepasst.
Empfohlene Sicherheitsprofiltiefe: 4mm
4. Qualität:
Entscheiden Sie sich beim Kauf von Winterreifen für
Qualität. Wichtig ist, dass an der Flanke des Reifens
das M+S - Kennzeichen und das Schneeflockensymbol
zu erkennen ist.
5. Jeder Meter zählt!
Winterreifen sind bei winterlichen Straßenbedingungen sicherer. Bei Kälte, Eis und Schnee reduziert sich der Bremsweg deutlich!
Untere Abbildung zeigt das Bremsverhalten von Sommer- und Winterreifen in winterlichen und sommerlichen Verhältnissen:
Alles was man über Winterreifen wissen muss!
Seitens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird betont, dass damit keine so genannte "Winterreifenpflicht" verbunden ist. Allerdings muss weiterhin bei plötzlich eintretenden winterlichen Wetterverhältnissen und ungeeigneter Bereifung notfalls auf die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr verzichtet werden. Die jeweilige Bereifung hängt vom konkreten Einzelfall (Wetter und Zustand der Reifen) ab. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 20 Euro geahndet. Bei Behinderung des Verkehrs sind sogar 40 Euro fällig. Bußgelder gab es auch schon früher, neu ist, dass diese jetzt ausdrücklich im Bußgeldkatalog
Es gibt zwar noch keine Erfahrung mit der neuen Regelung, im Streitfall könnte nur ein Gericht über den speziellen Einzelfall urteilen. Aus Sicht der Verkehrssicherheit sind die hier unterbreiteten Vorschläge so gewählt, dass ein Autofahrer, der sie umsetzt, den Anforderungen der Verkehrssicherheit entspricht.
In der Praxis wird es unmöglich sein, sich kurzfristig nach
Wetterlage für oder gegen Winterreifen zu entscheiden. Denn
wenn es morgens noch nach schönem Wetter aussieht, könnte
es bereits abends viel kälter sein, oder schneien. Erfahrungs-
gemäß ist es immer optimal schon im Oktober auf Winterreifen
umzurüsten. So stehen Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite,
falls zu einem plötzlichen Wetterumschwung kommen sollte.
Unter extremen Witterungsbedingungen wie zum Beispiel Blitzeis könnte sich jedoch sogar ein noch so guter Winterreifen als ungeeignet herausstellen. Unter diesen
Bedingungen sollte man auf die Teilnahme am Straßenverkehr verzichten. Reifentest zeigen, dass ein Winterreifen in der Regel bei kalten Temperaturen, insbesondere bei Schnee und Eis, besser geeignet ist, als ein neuer Sommerreifen.
Da eine für die herrschenden Wetterverhältnisse geeignete Bereifung gefordert wird, gilt diese Verordnung natürlich das ganze Jahr und bei allen Wetterbedingungen.
Insbesondere bei starkem Regen sind Fahrzeuge, deren Reifen ein geringes Profil aufweisen, durch Aquaplaning besonders gefährdet. Stellt ein Autofahrer nun fest, dass seine Reifen nicht den Wetterverhältnissen gerecht werden und er dadurch bedingt unsicher fährt, so sollte er sein Fahrzeug an einem sicheren Ort stehen lassen. Es ist immer besser, einen Streuwagen abzuwarten oder erst nach einem starken Platzregen weiterzufahren.
Seitens der Versicherungswirtschaft wird gesagt, dass die Kfz-Haftpflichtversicherung grundsätzlich auch in den Fällen greift, in denen der Verkehrsteilnehmer trotz winterlicher Wetterverhältnisse kein Reifen verwendet hat. Allerdings kann es bei einem Verkehrsunfall bereits wegen der erhöhten Betriebsgefahr des Fahrzeugs zu höheren Haftungsanteilen kommen. In der Kfz-Kaskoversicherung könnte zudem in Einzelfällen grobe Fahrlässigkeit vorliegen, zum Beispiel, wenn der Versicherungsnehmer mit Sommerreifen bei winterlichen Wetterverhältnissen in Bergregionen fährt, in denen Winterausrüstung vorgeschrieben werden könnte.
Verantwortlich sind grundsätzlich der Fahrer und der Halter des Fahrzeugs. Sie haben es in der Hand, das Fahrzeug bei den jeweiligen Wetterverhältnissen mit geeigneter Bereifung auszustatten.
Auch ein Mietwagenunternehmen kann verantwortlich gemacht werden, wenn dieses das Fahrzeug bei starkem Schneefall mit montierten Sommerreifen dem Mieter übergibt. Auf der sicheren Seite steht man, wenn schon bei der Reservierung für einen Mietwagen Winterreifen verlangt werden. Sollte der Vermieter dann trotzdem ein Fahrzeug auf Sommerreifen bereitstellen, so kann man mit Verweis auf die winterliche Straßensituation von der Reservierung und damit vom Vertrag zurücktreten. Ebenso kann dem Arbeitgeber als Halter eine Verantwortung zugesprochen werden, wenn er den Fahrer zum Fahren mit ungeeigneter Bereifung ausdrücklich auffordert.
Was sind Winterreifen?
äußere Merkmale, die auf Winterreifen hinweisen sind:
1. M+S-Kennzeichen
2. Schneeflockensymbol
3. Lamellen
4. spezielle Laufflächenmischung
5. Profiltiefe
1. M+S-Kennzeichen (auch M/S und MS)
2. Schneeflocken-Sysmbol
Hinter dem Schneeflockensymbol steht eine vereinheitliche Prüfung mit definierten Kriterien. Hier wird der Reifen mit einem standardisierten Reifen verglichen. Schafft der Reifen bessere Werte als der Vergleichsreifen, erhält er das Schneeflockensymbol. Diese Prüfung wurde nötig, nachdem in den USA fast ausschließlich Reifen mit M+S- Kennung angeboten wurden und die Verbraucher nicht mehr unterscheiden konnten, ob ein Reifen Wintereigenschaften aufwies oder nicht.
3. Lamellen (feine, meist wellenförmige Profileinschnitte)
4. Spezielle Laufflächenmischung
5. Profiltiefe
Vorsicht bei Sport Utility Vehicles (SUV) und Off-Road-Fahrzeugen
Fahrer von Geländewagen glauben oft, dass keine Winterreifen montieren müssen, weil sie Allradantrieb haben und ihre Reifen grobstolliger sind. Doch auch Geländewagen und Sport Utility Vehicles (SUV) sind genauso wie andere Fahrzeuge auf Winterreifen angewiesen. Der Vierradantrieb sorgt zwar auch auf winterlichen Fahrbahnen für ein Fortkommen, doch ohne Winterreifen sind weder gute Bremsleistungen noch ein zuverlässiges Lenkverhalten gesichert.
Die M+S-Kennzeichnungen an den Reifen reicht hier nicht aus. M+S steht für Matsch und Schnee und wird bei Geländewagenreifen fast immer verwendet.
So gibt es Reifen, die für die sportlichen SUV vorgesehen sind und keinerlei Lamellierung aufweisen. Diese Reifen sind für den reinen Sommereinsatz auf
schnellen, schweren Fahrzeugen vorgesehen, besitzen aber Wintereigenschaften.
Wer ein SUV oder Geländewagen fährt, sollte beim Reifenkauf für den Winter unbedingt darauf achten, dass die Reifen auch für winterlichen Wetter tauglich sind. Bei der Auswahl geeigneter Winterreifen kann das Schneeflockensymbol eine gute Orientierungshilfe sein
Transporter: Winterreifen für die Sicherheit
Auch die Transporter sind sicherer mit Winterreifen unterwegs. Jeder Reifenhersteller hat spezielle Winterreifen für den Transporter im Sortiment. Bei vielen Transporterreifen ist das Schneeflockensymbol noch in der Vorbereitung. Hier hilft ein Blick in die aktuellen Reifentests für Transportreifen.
Fahrern von Transportern wird dringend empfohlen, den Fuhrparkmanager oder ihren Chef auf Winterreifen anzusprechen. Ein Satz Winterreifen ist allemal günstiger, als aufgrund der Wetterverhältnisse auf Aufträge verzichten zu müssen, oder gar einen Unfall zu riskieren.
Die geeignete Bereifung für winterliche Fahrbahnen sollte nicht erst montiert werden, wenn die ersten Schneeflocken fallen. Dann wollen alle Autofahrer gleichzeitig Winterreifen haben. Längere Wartezeiten oder gar Lieferengpässe beim Reifenhändler oder in der Kfz-Werkstatt sind die Folge. Bereits nach den Sommerreifen ist ein Blick auf die Winterreifen sinnvoll.
Haben die Reifen weniger als 4 Millimeter Profiltiefe, sind es keine wirksamen Winterreifen mehr und man sollte sich um Ersatz kümmern. Nur mit mehr als diesen 4 Millimetern können sich die Profilblöcke beim Abrollen noch so verformen, dass wirksame Griffkanten entstehen. Das haben die Gesetzgeber in österreich und in der Schweiz erkannt und entsprechende Vorschriften erlassen.
Als Indiz für den sinnvollen Einsatz von Winterreifen können morgendliche Temperaturen gelten. Bereits im Oktober liegen die Werte oft im Bereich von sieben Grad Celsius und niedriger. Die sieben Grad stellen einen Orientierungswert dar, ab dem man mit Winterreifen sicherer unterwegs ist. Und die Wetteraufzeichnungen verraten, dass diese niedrigen Werte erst Mitte April wieder überschritten werden.
Daher gilt als Faustregel für den Einsatz von Winterreifen: Oktober bis Ostern
(Unter 7 Grad Celsius → Winterreifen)
Hintergrund der Sieben-Grad-Grenze ist die Mischungstechnologie, die sich bei Winter und Sommerreifen unterscheidet. In Winterreifen werden höhere Anteile von Naturkautschuk verarbeitet. Naturkautschuk bleibt gegenüber den in Sommerreifen verwendeten Kunstkautschuken auch bei niedrigen Temperaturen noch flexibel und kann sich daher besser mit der Fahrbahnoberfläche verzahnen. Aber ebenso wie es an Ostern schön warm sein kann, gibt es auch Sommerreifen, die unter sieben Grad auf trockener Straße noch genügend Grip bieten.
Das Internet hilft Ihnen Winterreifen zu finden
In Deutschland gibt es Vielzahl Reifenmarken mit unterschiedlichsten Profilausführungen. Nicht ganz einfach, da den überblick zu behalten.
Hilfe, bietet die Internetseite der Initiative PRO Winterreifen, die unter www.pro-winterreifen.de aufgerufen werden kann. Auf dieser Seite gibt es nicht nur alle Informationen über Vorteile von Winterreifen, hier ist auch die einzige Liste in Deutschland zu finden, in der alle Winterreifen aufgeführt sind. Wer also nicht sicher ist, ob seine Reifen Winterreifen sind, kann sich in der Liste vergewissern.
→ TIP: Unter www.reifen-vor-ort.de haben Sie die Möglichkeit den günstigsten Reifen in Ihrer Nähe zu finden. Zusätzlich werden Sie ausführlich über die Reifen informiert und können in Testberichte und Profilbilder einsehen.
Welche Reifen darf ich fahren?
Die Reifenbezeichnungen sind eine Wissenschaft für sich, die sich in gut einem Jahrhundert entwickelt hat. Wir sagen Ihnen, worauf geachtet werden muss, damit stets der richtige Reifen auf dem Fahrzeug montiert ist.
Rein rechtliche Anforderungen sind ein Typgenehmigungszeichen auf der Seitenwand des Reifens und eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.
Wer noch einen alten Kfz-Schein hat, sieht die erlaubten Reifengrößen unter Ziffer 20 bis 23 bzw. als Eintragung unter Ziffer 33. Die neue Zulassungsbescheinigung, die seit 1. Oktober 2005 gilt, nennt unter Punkt 15.1 und 15.2 nur noch eine von möglicherweise mehreren erlaubten Größen. Beim Fahrzeughersteller, Reifenhändler oder im Autohaus nachzufragen, verschafft Klarheit. Meist dürfen auch alternative Dimensionen verwendet werden.
Beispiel:
215/45 R 17 87 W
Die 215 steht für die Reifenbreite in Millimetern.
Die 45 bezeichnet das Verhältnis Flankenhöhe zu Reifenbreite (H zu B-Verhältnis) in Prozent. In unserem Beispiel beträgt die Flankenhöhe 45% der Reifenbreite.
Das R steht für Radial-/ Gürtelreifen.
17 beziffert den Raddurchmesser in Zoll.
87 ist eine Kennziffer für die Tragfähigkeit eines Reifens. Reifen mit höheren Kennzahlen dürfen ohne weitere Prüfung verwendet werden. Jedoch sollte bei niedrigeren Kennziffern die ausreichende Traglast überprüft werden.
Beispiel: Ein Pkw mit einer Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h muss Reifen mit dem Geschwindigkeitssymbol "W" haben (bis 270 km/h). Bei M+S-Bereifung darf er auch mit „T“- (bis 190) oder „H“-Reifen (bis 210 km/h) unterwegs sein, aber nur dann, wenn ein Aufkleber im Blickfeld des Fahrers angebracht wird. Reifen mit höheren Geschwindigkeitssymbolen dürfen immer verwendet werden.
Auch die Fahrzeug- und Reifenhersteller kennen das Problem, dass Fahrer nicht wissen, welcher Reifen auf ihr Fahrzeug passt. Deshalb informieren viele Hersteller auf ihre Internetseiten über die möglichen Reifenkombinationen für das jeweilige Fahrzeug.
→ www.reifen-vor-ort.de
Breitreifen im Winter
Was früher als extrem breit galt, ist heute schon Serie.Früher sagte man, dass Winterreifen gerne etwas schmaler
sein dürften. Heute dagegen kann man auch im Winter seine bevorzugte Reifengröße weiterfahren.
Die Reifenhersteller haben ihre Winterreifensortimente längst den Verbraucherwünschen angepasst.
Breitreifen im Winter haben leichte Nachteile im Tiefschnee und auf Nässe, sind allerdings bei trockener Fahrbahn ihren "schmalen" Kollegen voraus.
"Sommerreifen" eignen sich für den Winter überhaupt nicht. Diese Reifen sind sportlich ausgelegt, haben relativ große Profilklötze und keine Lamellierung.
"Für mein Auto gibt es keine Winterreifen" zählt heutzutage nicht mehr als Argument. Es gibt für jedes Fahrzeug Winterreifen, die sogar Geschwindigkeiten von 240 km/h zulassen.
Winterreifen für Lkw und Busse
Jedes Jahr zur Winterzeit die gleichen Nachrichten: "Querstehende Lkw haben ein Verkehrschaos verursacht." Sind die Lkw-Betreiber die größten Winterreifenmuffel, so wie die Berichterstattung den Anschein erweckt? Sicher nicht.
Anders als Pkw fahren Lkw nicht mit rundum gleichen Profilen.
Die Fahrzeuge haben in der Regel vier M+S-gekennzeichnete
Traktionsreifen an der Antriebsachse, an der Lenkachse jedoch
meistens in Umfangrichtung orientierte Rillenprofile. Auch die
Hänger oder Aufliegerreifen haben zumeist Rillenprofile.
Für den Betrieb eines Lkw unter winterlichen Bedingungen stellt die übertragung der Antriebskräfte ein dominierendes Kriterium dar. Neben der Betriebsbremse sorgen Retarder oder Motorbremse an den angetriebenen Achsen für die Verzögerung. Aus diesen Gründen spielen Reifen für die Antriebsachse die entscheidende Rolle.
Grundsätzlich weisen Lkw-Reifen aufgrund ihrer Mischungsauslegung eine wesentlich bessere Wintertauglichkeit als Pkw-Sommerreifen auf. Es ist im Transportgewebe Tradition, neue Reifen zum Herbst aufzuziehen, um damit gut durch den Winter zu kommen.
Bei normalen winterlichen Bedingungen sorgt auch die,
gegenüber einem Pkw-Reifen, viel höhere
Flächenpressung (Bodendruck in der Reifenaufstandsfläche)
zusammen mit dem sehr hohen Anteil an verwendetem
Naturkautschuk für ausreichende Sicherheit.
Mangelnde Traktion ist also die Ursache quer stehende Lkw. Dem ist allerdings nicht allein mit einer geeigneten Bereifung beizukommen. Traktion ist kein reines Reifenthema. Die Lastverteilung spielt ebenfalls eine große Rolle. Ab größeren Steigungsgraden stoßen Lkw allerdings grundsätzlich an die physikalischen Grenzen der Traktion. Rechtsfahrgebote oder auch temporäre streckenbezogene Fahrverbote für Lkw bei winterlichen Straßenverhältnissen machen Sinn, weil gerade die leichteren, unbeladenen Lkw, die normalerweise an Bergen schneller fahren können, bei Schnee gegenüber den beladenen Lkw im Nachteil sind. Zudem schützen auch Schneeketten vor unangenehmen überraschungen.
Wir möchten uns hiermit rechtherzlich für die Informationen bedanken bei:
www.pro-winterreifen.de

1. Bußgeld:
Der Gesetzgeber verlangt seit dem 1. Mai 2006 eine angepasste Bereifung an die Wetterverhältnisse. Wer auf winterlichen Straßen mit Sommerreifen unterwegs ist, muss nach dem 1. Mai 2006 mit einem Bußgeld bis zu 40,- € rechnen.
2. Sicherheit:
185 Tage Winterreifenwetter im Jahr. Nicht nur bei Schnee, sondern auch bei niedrigen Temperaturen, Eis, Regen und Hagel sind Winterreifen die angemessene Bereifung. So sind Sie im Winter immer sicher unterwegs.
3. Sicherheitsprofiltiefe:
Winterreifen haben eine weichere Gummimischung und eine Vielzahl an Lamellen, die sich mit dem Untergrund verzahnen. D.h., sie sind perfekt an die Witterungsverhältnisse der kalten Jahreszeit angepasst.
Empfohlene Sicherheitsprofiltiefe: 4mm
4. Qualität:
Entscheiden Sie sich beim Kauf von Winterreifen für
Qualität. Wichtig ist, dass an der Flanke des Reifens
das M+S - Kennzeichen und das Schneeflockensymbol
zu erkennen ist.
5. Jeder Meter zählt!
Winterreifen sind bei winterlichen Straßenbedingungen sicherer. Bei Kälte, Eis und Schnee reduziert sich der Bremsweg deutlich!
Untere Abbildung zeigt das Bremsverhalten von Sommer- und Winterreifen in winterlichen und sommerlichen Verhältnissen:
Alles was man über Winterreifen wissen muss!
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Am 01.05.2006 lautet die neue gesetzliche Regelung in der Straßen-Verkehrsordnung (StVO):
§ 2 Abs. 3a StVO "Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage. Wer ein kennzeichnungspflichtiges Fahrzeug mit gefährlichen Gütern führt, muss bei einer Sichtweite unter 50 m, bei Schneeglätte oder Glatteis jede Gefährdung anderer ausschließen und wenn nötig den nächsten geeigneten Platz zum Parken aufsuchen." |
Seitens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird betont, dass damit keine so genannte "Winterreifenpflicht" verbunden ist. Allerdings muss weiterhin bei plötzlich eintretenden winterlichen Wetterverhältnissen und ungeeigneter Bereifung notfalls auf die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr verzichtet werden. Die jeweilige Bereifung hängt vom konkreten Einzelfall (Wetter und Zustand der Reifen) ab. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 20 Euro geahndet. Bei Behinderung des Verkehrs sind sogar 40 Euro fällig. Bußgelder gab es auch schon früher, neu ist, dass diese jetzt ausdrücklich im Bußgeldkatalog
Achtung: Die neue gesetzliche Regelung gilt nicht nur für den Winter,
sondern für alle Winterverhältnisse!!!
Es gibt zwar noch keine Erfahrung mit der neuen Regelung, im Streitfall könnte nur ein Gericht über den speziellen Einzelfall urteilen. Aus Sicht der Verkehrssicherheit sind die hier unterbreiteten Vorschläge so gewählt, dass ein Autofahrer, der sie umsetzt, den Anforderungen der Verkehrssicherheit entspricht.
In der Praxis wird es unmöglich sein, sich kurzfristig nach
Wetterlage für oder gegen Winterreifen zu entscheiden. Denn
wenn es morgens noch nach schönem Wetter aussieht, könnte
es bereits abends viel kälter sein, oder schneien. Erfahrungs-
gemäß ist es immer optimal schon im Oktober auf Winterreifen
umzurüsten. So stehen Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite,
falls zu einem plötzlichen Wetterumschwung kommen sollte.
Unter extremen Witterungsbedingungen wie zum Beispiel Blitzeis könnte sich jedoch sogar ein noch so guter Winterreifen als ungeeignet herausstellen. Unter diesen
Bedingungen sollte man auf die Teilnahme am Straßenverkehr verzichten. Reifentest zeigen, dass ein Winterreifen in der Regel bei kalten Temperaturen, insbesondere bei Schnee und Eis, besser geeignet ist, als ein neuer Sommerreifen.
Da eine für die herrschenden Wetterverhältnisse geeignete Bereifung gefordert wird, gilt diese Verordnung natürlich das ganze Jahr und bei allen Wetterbedingungen.
Insbesondere bei starkem Regen sind Fahrzeuge, deren Reifen ein geringes Profil aufweisen, durch Aquaplaning besonders gefährdet. Stellt ein Autofahrer nun fest, dass seine Reifen nicht den Wetterverhältnissen gerecht werden und er dadurch bedingt unsicher fährt, so sollte er sein Fahrzeug an einem sicheren Ort stehen lassen. Es ist immer besser, einen Streuwagen abzuwarten oder erst nach einem starken Platzregen weiterzufahren.
Seitens der Versicherungswirtschaft wird gesagt, dass die Kfz-Haftpflichtversicherung grundsätzlich auch in den Fällen greift, in denen der Verkehrsteilnehmer trotz winterlicher Wetterverhältnisse kein Reifen verwendet hat. Allerdings kann es bei einem Verkehrsunfall bereits wegen der erhöhten Betriebsgefahr des Fahrzeugs zu höheren Haftungsanteilen kommen. In der Kfz-Kaskoversicherung könnte zudem in Einzelfällen grobe Fahrlässigkeit vorliegen, zum Beispiel, wenn der Versicherungsnehmer mit Sommerreifen bei winterlichen Wetterverhältnissen in Bergregionen fährt, in denen Winterausrüstung vorgeschrieben werden könnte.
Verantwortlich sind grundsätzlich der Fahrer und der Halter des Fahrzeugs. Sie haben es in der Hand, das Fahrzeug bei den jeweiligen Wetterverhältnissen mit geeigneter Bereifung auszustatten.
Auch ein Mietwagenunternehmen kann verantwortlich gemacht werden, wenn dieses das Fahrzeug bei starkem Schneefall mit montierten Sommerreifen dem Mieter übergibt. Auf der sicheren Seite steht man, wenn schon bei der Reservierung für einen Mietwagen Winterreifen verlangt werden. Sollte der Vermieter dann trotzdem ein Fahrzeug auf Sommerreifen bereitstellen, so kann man mit Verweis auf die winterliche Straßensituation von der Reservierung und damit vom Vertrag zurücktreten. Ebenso kann dem Arbeitgeber als Halter eine Verantwortung zugesprochen werden, wenn er den Fahrer zum Fahren mit ungeeigneter Bereifung ausdrücklich auffordert.
Was sind Winterreifen?
| Eine gesetzliche Definition von Winterreifen gibt es nicht, weil bislang in den europaweiten, standardisierten Tests keine Verfahren für winterliche Bedingungen vorgesehen sind. Nach Auswertung zahlreicher Reifentests sowohl der unabhängigen Fachpresse als auch seitens der Industrie lassen sich aber dennoch eindeutige Merkmale für Winterreifen ausmachen. Anhand derartiger Testergebnisse kann der Verbraucher die sicherste Auswahl nach seinen Einsatzbedingungen treffen. | ![]() |
äußere Merkmale, die auf Winterreifen hinweisen sind:
1. M+S-Kennzeichen
2. Schneeflockensymbol
3. Lamellen
4. spezielle Laufflächenmischung
5. Profiltiefe
1. M+S-Kennzeichen (auch M/S und MS)
| Diese Kennzeichnung darf jeder Hersteller an seinen Reifen anbringen, ohne dass es dafür rechtliche Grundlagen gibt. M+S steht dabei für Matsch Schnee, oder auch englisch für Mud and Snow. In den 50er Jahre begann | ![]() |
man damit, grobstolligere Profile für Matsch und Schnee mit diesem Zeichen zu kennzeichnen. Inzwischen gibt es Länder, in denen nahezu jeder Reifen diese M+S Kennzeichnung trägt, egal, ob Winterreifen oder nicht Die Aussagekraft über die Winter- eigenschaften ist daher begrenzt. |
2. Schneeflocken-Sysmbol
Hinter dem Schneeflockensymbol steht eine vereinheitliche Prüfung mit definierten Kriterien. Hier wird der Reifen mit einem standardisierten Reifen verglichen. Schafft der Reifen bessere Werte als der Vergleichsreifen, erhält er das Schneeflockensymbol. Diese Prüfung wurde nötig, nachdem in den USA fast ausschließlich Reifen mit M+S- Kennung angeboten wurden und die Verbraucher nicht mehr unterscheiden konnten, ob ein Reifen Wintereigenschaften aufwies oder nicht.
| Seit etwa fünf Jahren setzt sich das Schneeflockensymbol auch in Europa durch und steht mittlerweile als eine ARt Gütesiegel für Winterreifen. | ![]() |
Ein mit einem Schneeflockensymbol ausgezeichneter Reifen befindet sich in der Regel im oberen Drittel der Leistungsfähigkeit von Winterreifen, wie unabhängige Zeitschriftentest immer wieder beweisen. |
3. Lamellen (feine, meist wellenförmige Profileinschnitte)
| Die feinen Profileinschnitte sorgen für den gewünschten Verzahnungseffekt mit der Fahrbahnoberfläche, indem sie zusätzliche Griffkarten bilden. Winterreifen weisen bis zu 2000 Lamellen auf und unterscheiden sich dadurch schon auf den ersten Blick von Sommerreifen, die entweder keine oder nur wenige Einschnitte in Ihren Profilklötzen haben. | ![]() |
Ein mit einem SChneeflockensymbol ausgezeichneter Reifen befindet sich in der Regel im oberen Drittel der Leistungsfähigkeit von Winterreifen, wie unabhängige Zeitschriftentest immer wieder beweisen. |
4. Spezielle Laufflächenmischung
| Winterreifen haben eine ganz spezielle Laufflächenminschung, die dafür sorgt, dass das Gummi auch bei tieferen Temparaturen nicht verhärtet. Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifenmischungen können Experten anhand der Härte der Luafstreifenmischung erkennen. Für Laien sind die Unterschiede kaum zu sehen. | ![]() |
Erst im Vergleich fallen Unterschiede auf, wenn man zum Beispiel mit dem Fingernagel auf das Gummi drückt. Neben reiner Sommer- und Winterreifen gibt es auch Ganjahresreifen (All Season). Diese Reifen stellen einen Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen dar. |
Auch Ganzjahresreifen können ein Schneeflocken-Symbol tragen, eine M+S-Kennung haben sie alle.
5. Profiltiefe
| Die gesetzliche Mindesprofiltiefe liegt europaweit bei 1,6 Millimetern. Experten warnen jedoch davor, Winterreifen bis zu gesetzlichen Mindesprofiltiefe abzufahren. Der Reifen kann seine Wineteertauglichkeit verlieren, wenn die profiltiefe 4 Millimeter unterschreitet. In österreich zum Beispiel ist es daher gestzlich vorgeschrieben, dass ein Winterreifen mindestens 4 Millimeter Profiltiefe haben muss. Unterhalb von 4 Millimetern sind die Lamellen, die die Griffkarten des Reifens vergrößerns, nicht mehr vollständig vorhaden. | ![]() |
Dadurch verliert der Reifen eine der wesentlichen Merkmale eines Winterreifens. Oft ändert sich auch die Zusammensetzung der Gummimischung, wenn man näher an der Mindestprofiltiefe kommt. Um die Fahreigenschaft- en des Winterreifens zu verbes- sern, liegt unterhalb der Lauf- streifenmischung eine härtere Mischung, die für Fahrstabilität sorgt. Wenn diese härtere Mischung erreicht wird, weist der Winterreifen deutlich schlechtere Winter- und Nässeeigenschaften auf |
Vorsicht bei Sport Utility Vehicles (SUV) und Off-Road-Fahrzeugen
Fahrer von Geländewagen glauben oft, dass keine Winterreifen montieren müssen, weil sie Allradantrieb haben und ihre Reifen grobstolliger sind. Doch auch Geländewagen und Sport Utility Vehicles (SUV) sind genauso wie andere Fahrzeuge auf Winterreifen angewiesen. Der Vierradantrieb sorgt zwar auch auf winterlichen Fahrbahnen für ein Fortkommen, doch ohne Winterreifen sind weder gute Bremsleistungen noch ein zuverlässiges Lenkverhalten gesichert.
Die M+S-Kennzeichnungen an den Reifen reicht hier nicht aus. M+S steht für Matsch und Schnee und wird bei Geländewagenreifen fast immer verwendet.
So gibt es Reifen, die für die sportlichen SUV vorgesehen sind und keinerlei Lamellierung aufweisen. Diese Reifen sind für den reinen Sommereinsatz auf
schnellen, schweren Fahrzeugen vorgesehen, besitzen aber Wintereigenschaften.
Wer ein SUV oder Geländewagen fährt, sollte beim Reifenkauf für den Winter unbedingt darauf achten, dass die Reifen auch für winterlichen Wetter tauglich sind. Bei der Auswahl geeigneter Winterreifen kann das Schneeflockensymbol eine gute Orientierungshilfe sein
Transporter: Winterreifen für die Sicherheit
Auch die Transporter sind sicherer mit Winterreifen unterwegs. Jeder Reifenhersteller hat spezielle Winterreifen für den Transporter im Sortiment. Bei vielen Transporterreifen ist das Schneeflockensymbol noch in der Vorbereitung. Hier hilft ein Blick in die aktuellen Reifentests für Transportreifen.
Fahrern von Transportern wird dringend empfohlen, den Fuhrparkmanager oder ihren Chef auf Winterreifen anzusprechen. Ein Satz Winterreifen ist allemal günstiger, als aufgrund der Wetterverhältnisse auf Aufträge verzichten zu müssen, oder gar einen Unfall zu riskieren.
| Wann sollte man Winterreifen nutzen? | ![]() |
Unter 7° Celcius Winterreifen!!! |
Die geeignete Bereifung für winterliche Fahrbahnen sollte nicht erst montiert werden, wenn die ersten Schneeflocken fallen. Dann wollen alle Autofahrer gleichzeitig Winterreifen haben. Längere Wartezeiten oder gar Lieferengpässe beim Reifenhändler oder in der Kfz-Werkstatt sind die Folge. Bereits nach den Sommerreifen ist ein Blick auf die Winterreifen sinnvoll.
Haben die Reifen weniger als 4 Millimeter Profiltiefe, sind es keine wirksamen Winterreifen mehr und man sollte sich um Ersatz kümmern. Nur mit mehr als diesen 4 Millimetern können sich die Profilblöcke beim Abrollen noch so verformen, dass wirksame Griffkanten entstehen. Das haben die Gesetzgeber in österreich und in der Schweiz erkannt und entsprechende Vorschriften erlassen.
Als Indiz für den sinnvollen Einsatz von Winterreifen können morgendliche Temperaturen gelten. Bereits im Oktober liegen die Werte oft im Bereich von sieben Grad Celsius und niedriger. Die sieben Grad stellen einen Orientierungswert dar, ab dem man mit Winterreifen sicherer unterwegs ist. Und die Wetteraufzeichnungen verraten, dass diese niedrigen Werte erst Mitte April wieder überschritten werden.
Daher gilt als Faustregel für den Einsatz von Winterreifen: Oktober bis Ostern
(Unter 7 Grad Celsius → Winterreifen)
Hintergrund der Sieben-Grad-Grenze ist die Mischungstechnologie, die sich bei Winter und Sommerreifen unterscheidet. In Winterreifen werden höhere Anteile von Naturkautschuk verarbeitet. Naturkautschuk bleibt gegenüber den in Sommerreifen verwendeten Kunstkautschuken auch bei niedrigen Temperaturen noch flexibel und kann sich daher besser mit der Fahrbahnoberfläche verzahnen. Aber ebenso wie es an Ostern schön warm sein kann, gibt es auch Sommerreifen, die unter sieben Grad auf trockener Straße noch genügend Grip bieten.
Das Internet hilft Ihnen Winterreifen zu finden
In Deutschland gibt es Vielzahl Reifenmarken mit unterschiedlichsten Profilausführungen. Nicht ganz einfach, da den überblick zu behalten.
Hilfe, bietet die Internetseite der Initiative PRO Winterreifen, die unter www.pro-winterreifen.de aufgerufen werden kann. Auf dieser Seite gibt es nicht nur alle Informationen über Vorteile von Winterreifen, hier ist auch die einzige Liste in Deutschland zu finden, in der alle Winterreifen aufgeführt sind. Wer also nicht sicher ist, ob seine Reifen Winterreifen sind, kann sich in der Liste vergewissern.
→ TIP: Unter www.reifen-vor-ort.de haben Sie die Möglichkeit den günstigsten Reifen in Ihrer Nähe zu finden. Zusätzlich werden Sie ausführlich über die Reifen informiert und können in Testberichte und Profilbilder einsehen.
Welche Reifen darf ich fahren?
Die Reifenbezeichnungen sind eine Wissenschaft für sich, die sich in gut einem Jahrhundert entwickelt hat. Wir sagen Ihnen, worauf geachtet werden muss, damit stets der richtige Reifen auf dem Fahrzeug montiert ist.
Rein rechtliche Anforderungen sind ein Typgenehmigungszeichen auf der Seitenwand des Reifens und eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.
Wer noch einen alten Kfz-Schein hat, sieht die erlaubten Reifengrößen unter Ziffer 20 bis 23 bzw. als Eintragung unter Ziffer 33. Die neue Zulassungsbescheinigung, die seit 1. Oktober 2005 gilt, nennt unter Punkt 15.1 und 15.2 nur noch eine von möglicherweise mehreren erlaubten Größen. Beim Fahrzeughersteller, Reifenhändler oder im Autohaus nachzufragen, verschafft Klarheit. Meist dürfen auch alternative Dimensionen verwendet werden.
Beispiel:
215/45 R 17 87 W
Die 215 steht für die Reifenbreite in Millimetern.
Die 45 bezeichnet das Verhältnis Flankenhöhe zu Reifenbreite (H zu B-Verhältnis) in Prozent. In unserem Beispiel beträgt die Flankenhöhe 45% der Reifenbreite.
Das R steht für Radial-/ Gürtelreifen.
17 beziffert den Raddurchmesser in Zoll.
87 ist eine Kennziffer für die Tragfähigkeit eines Reifens. Reifen mit höheren Kennzahlen dürfen ohne weitere Prüfung verwendet werden. Jedoch sollte bei niedrigeren Kennziffern die ausreichende Traglast überprüft werden.
Beispiel: Ein Pkw mit einer Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h muss Reifen mit dem Geschwindigkeitssymbol "W" haben (bis 270 km/h). Bei M+S-Bereifung darf er auch mit „T“- (bis 190) oder „H“-Reifen (bis 210 km/h) unterwegs sein, aber nur dann, wenn ein Aufkleber im Blickfeld des Fahrers angebracht wird. Reifen mit höheren Geschwindigkeitssymbolen dürfen immer verwendet werden.
Auch die Fahrzeug- und Reifenhersteller kennen das Problem, dass Fahrer nicht wissen, welcher Reifen auf ihr Fahrzeug passt. Deshalb informieren viele Hersteller auf ihre Internetseiten über die möglichen Reifenkombinationen für das jeweilige Fahrzeug.
→ www.reifen-vor-ort.de
Breitreifen im Winter
Was früher als extrem breit galt, ist heute schon Serie.Früher sagte man, dass Winterreifen gerne etwas schmaler
sein dürften. Heute dagegen kann man auch im Winter seine bevorzugte Reifengröße weiterfahren.
Die Reifenhersteller haben ihre Winterreifensortimente längst den Verbraucherwünschen angepasst.
Breitreifen im Winter haben leichte Nachteile im Tiefschnee und auf Nässe, sind allerdings bei trockener Fahrbahn ihren "schmalen" Kollegen voraus.
"Sommerreifen" eignen sich für den Winter überhaupt nicht. Diese Reifen sind sportlich ausgelegt, haben relativ große Profilklötze und keine Lamellierung.
"Für mein Auto gibt es keine Winterreifen" zählt heutzutage nicht mehr als Argument. Es gibt für jedes Fahrzeug Winterreifen, die sogar Geschwindigkeiten von 240 km/h zulassen.
Winterreifen für Lkw und Busse
Jedes Jahr zur Winterzeit die gleichen Nachrichten: "Querstehende Lkw haben ein Verkehrschaos verursacht." Sind die Lkw-Betreiber die größten Winterreifenmuffel, so wie die Berichterstattung den Anschein erweckt? Sicher nicht.
Anders als Pkw fahren Lkw nicht mit rundum gleichen Profilen.
Die Fahrzeuge haben in der Regel vier M+S-gekennzeichnete
Traktionsreifen an der Antriebsachse, an der Lenkachse jedoch
meistens in Umfangrichtung orientierte Rillenprofile. Auch die
Hänger oder Aufliegerreifen haben zumeist Rillenprofile.
Für den Betrieb eines Lkw unter winterlichen Bedingungen stellt die übertragung der Antriebskräfte ein dominierendes Kriterium dar. Neben der Betriebsbremse sorgen Retarder oder Motorbremse an den angetriebenen Achsen für die Verzögerung. Aus diesen Gründen spielen Reifen für die Antriebsachse die entscheidende Rolle.
Grundsätzlich weisen Lkw-Reifen aufgrund ihrer Mischungsauslegung eine wesentlich bessere Wintertauglichkeit als Pkw-Sommerreifen auf. Es ist im Transportgewebe Tradition, neue Reifen zum Herbst aufzuziehen, um damit gut durch den Winter zu kommen.
Bei normalen winterlichen Bedingungen sorgt auch die,
gegenüber einem Pkw-Reifen, viel höhere
Flächenpressung (Bodendruck in der Reifenaufstandsfläche)
zusammen mit dem sehr hohen Anteil an verwendetem
Naturkautschuk für ausreichende Sicherheit.
Mangelnde Traktion ist also die Ursache quer stehende Lkw. Dem ist allerdings nicht allein mit einer geeigneten Bereifung beizukommen. Traktion ist kein reines Reifenthema. Die Lastverteilung spielt ebenfalls eine große Rolle. Ab größeren Steigungsgraden stoßen Lkw allerdings grundsätzlich an die physikalischen Grenzen der Traktion. Rechtsfahrgebote oder auch temporäre streckenbezogene Fahrverbote für Lkw bei winterlichen Straßenverhältnissen machen Sinn, weil gerade die leichteren, unbeladenen Lkw, die normalerweise an Bergen schneller fahren können, bei Schnee gegenüber den beladenen Lkw im Nachteil sind. Zudem schützen auch Schneeketten vor unangenehmen überraschungen.
| Gefahrguttransporte sind bei Schnee und Eisglätte ohnehin gesetzlich gezwungen, jegliche Gefährung für andere Verkersteilnehmer auszuschließen und den nächsten Parkplatz zu aufzusuchen. | ![]() |
Tipps und Tricks für eine gute & sichere Fahrt im Winter
- Rechtzeitig auf Winterreifen umrüsten
- Richtige Winterreifen montieren
- Reifenfülldruck korrekt einstellen und regelmäßig kontrollieren
- Nicht weniger als 4 Millimetern Profiltiefe fahren
- Vor Fahrantritt Wagen von Schnee und Eis befreien – ein Guckloch in der Scheibe ist zu wenig
- Bei längeren Fahrten warme Decke und Thermoskanne mit Heißgetränk mitführen
- Frostschutzmittel in die Scheibenwischanlage einfüllen
- Konzentriert fahren und bremsbereit sein
- Bei Nässe oder Schneeglätte Abstand zum Vordermann gegenüber normalen Straßenverhältnissen erhöhen
- Gefühlvoll lenken
- Bei Aquaplaning vorsichtig vom Gas gehen, Kupplung treten, Lenkrad festhalten, nicht bremsen
- Eine Probebremsung gibt Klarheit, wie glatt die Fahrbahn wirklich ist – vorher in den Rückspiegel schauen und überprüfen, dass keiner hinterher fährt
- Bei Ausrüstung mit ABS kann das Bremspedal pulsieren – nicht erschrecken, denn das ist normal, wenn ein Blockieren der Räder verhindert wird
- Bei Autos ohne ABS im Gefahrenfall kräftig bremsen, zum Umfahren des Hindernisses Bremse löse und lenken, dann weiterbremsen
- Im Gefahrenfall sofort Tempo so stark wie möglich reduzieren
- Blinker setzen beim Spurenwechsel
- Rechtzeitig Licht einschalten
- Schneeketten und/ oder Anfahrhilfe bei einer Fahrt in die Berge mitführen
- Türschloss-Enteister gehört ins Fahrzeug
Wir möchten uns hiermit rechtherzlich für die Informationen bedanken bei:
www.pro-winterreifen.de
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